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XRechnung validieren und die häufigsten Fehler beheben

Laden Sie das XML in den kostenlosen Validator oder schicken Sie es an die API, und Sie bekommen jeden Befund mit Regel-ID und Fundstelle. Hier steht, wie Sie den Prüfbericht lesen und wie Sie die Fehler beheben, die am häufigsten auftreten.

Stand 19. Oktober 2026

So läuft die Prüfung

Der Validator liest die Spezifikationskennung (BT-24), um die passenden Regeln zu wählen, und führt dann den offiziellen KoSIT-Validator mit der offiziellen XRechnung-Konfiguration aus, in drei Schritten:

  1. XML-Schema (UBL 2.1 oder CII): Struktur, Reihenfolge der Elemente, Datentypen.
  2. Regeln der EN 16931 (BR-*, BR-CO-*, BR-CL-* …), die europäischen Kernregeln.
  3. XRechnung-Regeln (BR-DE-*), die deutschen Ergänzungen.

Jeder Befund hat einen Schweregrad. Fehler (fatal) machen die Rechnung ungültig. Warnungen nicht, Empfänger können sich trotzdem daran stoßen. Hinweise (information) sind Empfehlungen, etwa BR-DE-TMP-32.

curl https://validate.invoir.dev/api/v1/validate \
  -H "Authorization: Bearer inv_IHR_KEY" \
  -F [email protected]

Es wird nichts gespeichert: Dateien werden im Arbeitsspeicher verarbeitet und verworfen. Den JSON-Bericht beschreibt die API-Doku (Englisch).

Schemafehler (ohne Regel-ID)

Passt das XML nicht zum Schema, erscheinen Parser-Meldungen mit Zeilennummer statt Regel-IDs. Die üblichen Ursachen:

XRechnung-Regeln (BR-DE)

BR-DE-15 Das Element „Buyer reference“ (BT-10) muss übermittelt werden
Der häufigste Fehler. Bei Behörden gehört hier die Leitweg-ID hin. Bei Unternehmen die Referenz, die der Kunde verlangt (Bestellnummer, Kostenstelle). UBL: cbc:BuyerReference; CII: ram:BuyerReference im ApplicableHeaderTradeAgreement.
BR-DE-2, BR-DE-5, BR-DE-6, BR-DE-7 Verkäuferkontakt, Ansprechpartner, Telefon, E-Mail
XRechnung verlangt die Gruppe „Seller contact“ (BG-6) mit Ansprechpartner oder Abteilung (BT-41), Telefonnummer (BT-42) und E-Mail-Adresse (BT-43). Die Warnungen BR-DE-27 und BR-DE-28 folgen, wenn die Telefonnummer weniger als drei Ziffern hat oder die E-Mail-Adresse nicht plausibel ist.
BR-DE-1 Eine Rechnung muss Angaben zu „Payment instructions“ (BG-16) enthalten
Geben Sie die Zahlungsart an. Bei Code 30 oder 58 (Überweisung, SEPA-Überweisung) verlangt BR-DE-23-a die Gruppe „Credit transfer“ (BG-17) und BR-61 die Kontokennung (BT-84, meist die IBAN). BR-DE-19 warnt, wenn eine SEPA-IBAN nicht korrekt aussieht.
BR-DE-3, BR-DE-4, BR-DE-8, BR-DE-9 Ort und Postleitzahl
Verkäufer- und Käuferadresse brauchen beides.
BR-DE-16 USt-IdNr. oder Steuernummer des Verkäufers
Werden die Steuercodes S, Z, E, AE, K, G, L oder M verwendet, muss die USt-IdNr. (BT-31), die Steuernummer (BT-32) oder ein Steuervertreter (BG-11) angegeben sein.
BR-DE-14 Das Element „VAT category rate“ (BT-119) muss übermittelt werden
Jeder Eintrag der Umsatzsteueraufschlüsselung trägt seinen Steuersatz, auch 0 bei steuerfreien oder nullbesteuerten Kategorien.
BR-DE-21 (Warnung) Spezifikationskennung
BT-24 soll der Kennung des Standards XRechnung entsprechen, für Version 3.0 urn:cen.eu:en16931:2017#compliant#urn:xeinkauf.de:kosit:xrechnung_3.0.
BR-DE-TMP-32 (Hinweis) Liefer- oder Leistungsdatum
Geben Sie das tatsächliche Lieferdatum (BT-72), einen Abrechnungszeitraum (BG-14) oder an jeder Position einen Zeitraum (BG-26) an.

Regeln der EN 16931, die auch in XRechnungen scheitern

BR-CO-15, BR-CO-13, BR-CO-10, BR-CO-16 Summen
Die Summen müssen sich aus den gerundeten Werten in der Datei ergeben. Rechnen Sie mit dem, was Sie schreiben, nicht mit internen Gleitkommazahlen.
BR-CO-17, BR-S-08, BR-S-09 Umsatzsteueraufschlüsselung
Die Steuer je Kategorie und Satz auf den Nettobetrag berechnen und einmal auf zwei Stellen runden. Rundung pro Position führt zu Cent-Differenzen.
BR-CL-23 Mengeneinheit
Codes nach UN/ECE Rec 20/21: C62 für Stück, HUR für Stunden. „Stk“ scheitert.

Alle Regelfamilien der EN 16931 erklärt die Seite EN 16931 (Englisch).

Was ein bestandener Prüfbericht nicht sagt

Eine Validierung ist keine Voraussetzung für den Vorsteuerabzug, das BMF empfiehlt aber, jede E-Rechnung schon bei Erstellung und Versand zu prüfen (BMF-FAQ, Frage 7). Bauen Sie den API-Aufruf in Tests und Versand ein, dann verlässt keine Rechnung Ihr System, die an den offiziellen Regeln scheitert.

Datei im Browser prüfen – oder per API. Der kostenlose Validator prüft nach den offiziellen Regeln (KoSIT, CEN- und Peppol-Schematron, Mustang, veraPDF) und nennt jeden Fehler mit Regel-ID. Es wird nichts gespeichert. Dieselbe Prüfung gibt es als einen HTTP-Aufruf mit kostenlosem API-Key: 25 Dokumente im Monat, ohne Kreditkarte.

Quellen

Weitere Ratgeber