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XRechnung vs. ZUGFeRD (und Factur-X, Peppol BIS) im Vergleich

Kurz gesagt: XRechnung ist reines XML, ZUGFeRD ist ein PDF mit eingebettetem XML. Beide beruhen auf derselben europäischen Norm EN 16931 und sind für Rechnungen zwischen Unternehmen gleichermaßen zulässig. Die Unterschiede liegen in der Datei, den Zusatzregeln und darin, wer welches Format erwartet.

Stand 19. Oktober 2026

Die Formate nebeneinander

XRechnungZUGFeRDFactur-XPeppol BIS 3.0
DateiNur XMLPDF/A-3 mit XMLPDF/A-3 mit XMLNur XML
SyntaxUBL oder CIICIICIIUBL
HerausgeberKoSITFeRDFNFE-MPE (Frankreich)OpenPeppol
Für Menschen lesbarMit ViewerJa, es ist ein PDFJa, es ist ein PDFMit Viewer
Bezug zur EN 16931CIUS, optional mit ExtensionProfile von unterhalb der Norm (MINIMUM, BASIC WL) bis Erweiterung (EXTENDED)Wie ZUGFeRDCIUS
E-Rechnung zwischen Unternehmen (UStG)JaJa, ab 2.0.1, außer MINIMUM und BASIC WLJa (dieselbe Datei wie ZUGFeRD)Ja, sie entspricht der EN 16931
Öffentliche AuftraggeberDer StandardBeim jeweiligen Portal nachfragenBeim jeweiligen Portal nachfragenPeppol ist ein Übermittlungsweg; erwartet wird meist XRechnung
ÜbermittlungBeliebig; bei Behörden Portal oder PeppolBeliebig, E-Mail genügtIn Frankreich über eine zugelassene PlattformÜber Peppol-Access-Points
Prüfung mitKoSIT-Validator, XRechnung-KonfigurationveraPDF + Schematron des ProfilsveraPDF + Schematron des ProfilsCEN- und Peppol-Schematron

Quellen: BMF-FAQ, Fragen 7, 8 und 12a; KoSIT; FeRD; FNFE-MPE.

Der eigentliche Unterschied: PDF oder nicht

ZUGFeRD ist bequem für Empfänger, die Rechnungen noch ansehen: Es öffnet sich in jedem PDF-Viewer, und die Buchhaltungssoftware liest das XML. Der Preis ist eine zweite Fehlerquelle. Das PDF muss PDF/A-3-konform sein, und seine Metadaten müssen zum XML passen. Weichen PDF und XML voneinander ab, gilt das XML (BMF-FAQ, Frage 12a).

XRechnung ist einfacher zu erzeugen und das, was Behörden erwarten. Wer keinen Viewer hat, kann sie nicht lesen, und sie hat strengere Pflichtfelder (die BR-DE-Regeln): Käuferreferenz, Kontaktdaten, Zahlungsanweisungen.

Kann eine Datei beides sein?

Welches Format für welche Kunden

Kunden sind Unternehmen in Deutschland
ZUGFeRD im Profil EN 16931. Als PDF lesbar, umsatzsteuerlich anerkannt, und dieselbe Datei funktioniert als Factur-X auch für französische Kunden.
Kunden sind Behörden
XRechnung mit der Leitweg-ID als Käuferreferenz. CII, wenn Sie schon ZUGFeRD erzeugen; UBL, wenn Sie auch Peppol nutzen.
Kunden sind Unternehmen in Frankreich oder Belgien
Frankreich: Factur-X über die Plattform, die der Rechnungsaussteller gewählt hat. Belgien: Peppol BIS über einen Access Point. Details: Frankreich, Belgien (Englisch).
Kunden in mehreren Ländern
Ein Rechnungsmodell nach EN 16931 pflegen und das Format pro Kunde erzeugen. Genau das macht die Erzeugungs-API von Invoir (in Entwicklung): eine JSON-Anfrage, das gewünschte Profil, validierte Ausgabe.

Datei im Browser prüfen – oder per API. Der kostenlose Validator prüft nach den offiziellen Regeln (KoSIT, CEN- und Peppol-Schematron, Mustang, veraPDF) und nennt jeden Fehler mit Regel-ID. Es wird nichts gespeichert. Dieselbe Prüfung gibt es als einen HTTP-Aufruf mit kostenlosem API-Key: 25 Dokumente im Monat, ohne Kreditkarte.

Quellen

Weitere Ratgeber